Auf Schalke!

FC Schalke 04 (Veltins-Arena)

Was wir über Bochum schrieben, setzt sich in Gelsenkirchen fort. Gelsenkirchen ist so, wie wir uns Braunschweig ursprünglich vorstellten. Es wird bestimmt nicht unsere Lieblingsstadt werden. Man könnte fast sagen, das schönste in Gelsenkirchen ist die Veltins-Arena. Dort reservierten wir uns bei Ankunft in Gelsenkirchen zuerst einmal Tickets für die Arena-Tour. Die Wartezeit wollten wir uns in der Innenstadt Gelsenkirchens vertreiben, doch gestaltete sich das etwas schwierig, denn die Innenstadt lädt nicht wirklich zum Verweilen ein. Also sahen wir zu, dass wir bei Dunkin‘ Donuts am Hauptbahnhof einen Happen zu Essen bekamen – und eine Kaffee für Sebi. Dann ging es wieder zurück zur Veltins-Arena, wo wir uns das Schalke-Museum anschauten. Der Eintritt ist im Tour-Preis von 9,- Euro enthalten.

In überschaubarer Gruppe wurden wir von einer echten Schalkerin durch die Arena geführt. Zwar hatten wir erst so unsere Vorurteile… Frauen und Fußball… doch wurden wir positiv überrascht. Die Führung war wirklich super, die Fakten wurden mit einer tollen Begeisterung vermittelt, es machte einfach Spaß zuzuhören. Der rheinische Dialekt untermalte das ganze noch.

Von der UEFA wurde die Multifunktionsarena „Auf Schalke“ mit 5 von 5 möglichen Sternen ausgezeichnet. Gründe hierfür gibt es viele. Der für uns aufregendste Grund ist sicherlich der fahrbare Rasen. Damit auf echtem Rasen in der komplett überdachten Arena gespielt werden kann, mussten sich die Konstrukteure und Architekten etwas einfallen lassen. Sie bauten die Rasenfläche auf ein Podest, welches mit Motoren über Teflonschienen gleitend aus und in die Arena gefahren werden kann. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 7.500,- Euro pro Fahrt. Dies ist immer noch günstiger, als am Ende der Saison den gesamten Rasen für ca. 160.000,- Euro austauschen zu müssen, wie es in anderen Stadien der Fall ist.

Ebenfalls eine Seltenheit ist die Art der Bierversorgung. 10km Rohrleitungen sorgen dafür, dass an Spieltagen immer genügend und vor allem gut gekühltes Bier vom Namensgeber der Arena aus dem Sauerland vorhanden ist. In der Arena können 250.000 Liter Bier gelagert werden. 40.000 Liter werden im Schnitt an einem Spieltag getrunken. Man witzelt, dass vor den Spieltagen der Grundwasserspiegel im Sauerland um ein paar Meter sinkt.

Um trotz angeheiterter Fans Auseinandersetzungen zu vermeiden, wird auch in Punkto Sicherheit einiges getan. Das gesamte Gelände ist rund um die Uhr Kamera überwacht. An allen Tagen, nicht nur, wenn Veranstaltungen sind. Zudem sorgen an Veranstaltungstagen um die 600 Sicherheitsbeauftragte, sowie Polizei für einen reibungslosen Ablauf. Damit die gegnerischen Fans nicht auf die Schalker treffen, werden die Fanbusse der gegnerischen Mannschaft in einem eingezäunten Areal geparkt und die Fans direkt in den sogenannten Löwenkäfig geleitet. Das Konzept funktioniert.

Teil der Führung waren auch die Umkleidekabinen der Spieler. Diese sind eher nüchtern gehalten. Es gibt keine feste Sitzordnung, keine Spinde. Die Spieler halten sich hier auch nur an Spieltagen auf, denn trainiert wird auf einem Gelände neben der Arena. In den Kabinen hat der Zeugwart das Sagen. Er hängt vor dem Spiel die Trikots in die Kabinen. Immer nach dem Rotationsprinzip – hier gibt es nicht den Einzelnen, sondern nur das Team. Fernseher, Playstation und ähnlichen Schnickschnack sucht man dort unten übrigens auch vergebens. Ebenfalls Bestandteil der Führung war der Pressebereich. Wir nutzten die Gelegenheit um eine kurze Pressekonferenz zu geben.

Auf eine Sache sind die Schalker ganz besonders stolz, der Flächenbesitz des Vereins ist durch neuerliche Zukäufe größer als der der Bayern und somit erstklassig in der gesamten Bundesliga.

Im Stadion der Schalker wird nicht nur Fußball gespielt. Für 170.000,- Euro Tagesmiete kann man die Arena auch für eigene Veranstaltungen mieten. Vieleicht sucht ja jemand noch eine Location für seinen nächsten Geburtstag? Für Konzerte kann ein Teil der Tribüne in die Vertikale geklappt werden, um Platz für die Bühne zu schaffen. Es wurden aber auch schon Boxkämpfe oder Opern aufgeführt und Eishockey Spiele ausgetragen. Ein Mal im Jahr findet hier auch der Biathlon World-Team-Cup statt. Dafür wird aus einer nahegelegenen Skihalle Schnee herangefahren. Stefan Raab war auch schon mehrfach mit der Stock Car Crash Challange oder der Autoball WM da.

Alles in allem eine sehr vielseitige Arena, die für allerhand Veranstaltungen genutzt wird. Spezielle Umbauten können dabei aber schnell mal einige Millionen Euro kosten. Diese werden aber durch den Ticketverkauf und das Catering schnell wieder eingespielt.

Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt

VfL Bochum 1848 (rewirpowerSTADION)

In Bochum schauten wir uns mal wieder zu aller erst das Stadion des Bundesligisten VfL Bochum an, das rewirpowerSTADION. Dieses liegt mitten in einem Wohngebiet, neben der Rundsporthalle und fasst 29.448 Fußballfans. Eine Diskussion darüber, ob Fußball denn nicht auch eine Rundsportart sei blieb ergebnislos, denn das Runde muss ja schließlich ins Eckige.

Es war immernoch Pfingstsonntag, daran hatte sich nichts geändert und wahrscheinlich war das auch der Grund für sehr leere, fast schon ausgestorbene Straßen in der Bochumer City. Nur ein Geiger in der Fußgängerzone spielte sein Reportair, ganz leise, für sich allein und die wenigen Passenten die vorbeigingen. Wir waren uns sicher, in einem Western würden nun die Strohbüsche durch das Bild wehen.

Ein Ganz anders Bild zeigte sich am anderen Ende der Fußgängerzone, denn hier war richtig was los. Wir machten kurz Pause, aßen eine Kleinigkeit und beobachteten die Passanten. Es waren aber immer wieder die gleichen Leute, die die Straße auf und abgingen. Es ist Paarungszeit und das sieht man. Die Großstädter tragen ihr buntes Balzkleid und zeigen gern viel Haut. Die tief stehende Sonne, die von den bunten Häuserfassaden reflektiert wurde, unterstützte die Farbenpracht und tauchte die Straße in ein wohliges, warmes Licht.

So schön wie sich das jetzt lesen mag ist Bochum aber leider nicht. Es gibt durchaus nette Ecken, doch wird uns die Stadt eher als Industriestadt in Erinnerung bleiben. Da haben andere Städte im Pott mehr aus sich gemacht. Glück auf!

Meisterfeier

Borussia Dortmund (Signal Iduna Park)

In Dortmund angekommen hieß unsere erste Station Signal Iduna Park. Es ist mit über 80.000 Plätzen das größte Stadion der Bundesliga. Vor dem Stadion fanden wir auch einen Teil des BVB Walk of Fame vor. Er besteht aus 100 in Bronze gegossenen Platten die über die ganze Stadt verteilt sind. Ebenfalls vor der Arena fanden wir auch eine Truppe eingefleischter BVB-Fans, die auf den Einlass ins Borusseum, das Museum des BVB, warteten. Wir verzichteten auf diese Wartezeit und fuhren lieber gleich in Dortmunds Innenstadt, die allerdings an diesem Pfingstsonntag wie ausgestorben war.

Die Dortmunder lieben ihren Verein. Das sieht man quasi in der gesammten Stadt, denn Dortmund ist gelb. Ganz Dortmund. Ja sogar die Ampeln – alle auf gelb. Besonders auffällig ist dieser Umstand am Borsigplatz, der Geburtsstätte des Ballspielverein Borussia 09 e. V. wie der Verein mit vollem Namen heißt. Der Borsigplatz ist fast so gelb wie die „Gelbe Wand“, die Südtrbühne des Signal Iduna Parks. Das Motto der Stadt? „Wir sind guter Fußball“. Genau dies stellten die Borussen in der letzten Saison unter Beweis, als sie sich das Double sicherten, indem sie den Meistertitel verteidigten und den DFB-Pokal gewannen.

Die Meisterschale ist in Dortmund allgegenwärtig und beweist, der Tabellenführer ist tatsächlich in der Lage, den Spitzenreiter zu schlagen.

Nur zweitklassig?

SC Paderborn 07 (Energieteam Arena)

Von Hannover aus führen wir die leere A2 nach Paderborn um uns die Energieteam Arena und die Stadt anzusehen. In der Stadt war schon um einiges mehr los, als auf der A2. Kein Wunder, in dieser erzkatholischen Stadt an einen Pfingstsonntag um 10:00 Uhr. Da werden Parkplätze auch gerne mal kanpp, nicht nur die in der Nähe des Doms. Die Kirchenglocken läuteten um die Wette: Ding, bAMM, DoNG, Bim, eine Geräuschkulisse, die Unterhaltungen schon fast unmöglich machten, doch konnten wir bei der Kaiserpfalz tatsächlich noch ein lautes, klar hörbares Schnarchen vernehmen. Wohl dem, der so einen festen Schlaf hat.

Die Altstadt Paderborns ist sehr hübsch. Viele Cafés, Geschäfte und Sitzgelegenheiten, alles hübsch angelegt, so auch der kleine Stadtpark. Doch Abends sollte man sich dort nicht unbedingt alleine aufhalten, wie mir befreundete Paderborner berichteten. Alles in Allem ist die Stadt keineswegs zweitklassig. Der SC Paderborn 07 hingegen leider schon. 1907 gegründet, hat er es bis jetzt noch nicht in die erste Liga schaffen können. Seien wir gespannt, ob es ihm in Zukunft gelingen wird.

Wir verabschieden uns aus Paderborn mit einer Empfehlung und setzen unsere Reise Richtung Dortmund fort.

Hollandrad

SV Werder Bremen (Weser-Stadion)

Nachdem Bremen auf unseren beiden letzten Reisen etwas kurz gekommen ist, möchten wir uns nun bei Bremen, den Bremerinnen und Bremern, sowie allen Bremen-Fans in aller Form Entschuldigen. Denn Bremen ist immer eine Reise wert! Zum ersten Mal haben wir in Bremen übernachtet und bekamen dadurch auch die Möglichkeit, Bremen auch mal abends kennenzulernen.

Übernachten konnten wir im Gästezimmer von Anika und Jochen. Vielen Dank hierfür. Schön habt ihr’s. Und auch schön für uns denn sie Wohnen nur wenige Meter vom Weserstadion, dem Stadion der SV Werder Bremen entfernt.

Wir konnten uns sogar Fahrräder für eine abendliche Tour durch Bremen leihen. Durch die vielen Fahradwege ist man schnell am Ziel. Auch eine Radtour an der Weser entlang bis Bremerhaven und mit dem Schiff zurück soll sehr schön sein, wie uns einheimische berichteten die wir beim Essen an der Schlachte kennenlernten. Nartürlich ist dies nichts für unseren heutigen Besuch, aber wir werden die Idee im Hinterkopf behalten.

Die Schlachte, die noch relativ junge Vergnügungsmeile direkt an der Weser gegenüber der Becks-Brauerei, ist an lauen Sommerabenden gut besucht, wie wir feststellen mussten. Es war gar nicht so leicht einen Tisch bei einem der vielen Restaurants, Biergärten, Kneipen oder Bars für ein Abendessen zu ergattern.

Ein kurzes Stück flussaufwärts sind die Weserwiesen wo sich bei gutem Wetter die sonnenhungrigen Bremer tummeln. Es wird Ball gespielt, gegrillt, gegessen, getrunken, teils auch einfach nur gesonnt, aber alle haben sichtlich ihren Spaß. Manche tanzen sogar am Weserufer und das über Stunden hinweg, denn als wir nach dem Essen und einem Besuch des Marktplatzes wieder an der Weser entlang zurück zum Weserstadion fuhren, tanzten die beiden Pärchen noch immer.

Schanze verpasst

Hamburger SV (Imtech Arena), FC St. Pauli (Millerntor-Stadion)

Von Rostock aus fuhren wir die Ostsee-Autobahn, die A20, zum Rivalen FC St. Pauli nach Hamburg. Um aber nicht kreuzundquer durch die ganze Stadt fahren zu müssen, entschieden wir, zuerst zum Jungfernstieg zu fahren um von dort aus die Stadt zu erkunden. Wir können berichten – alles beim alten. In Hamburg waren wir schon öfters und so drehten wir nur die kleine Runde über den Jungfernstieg zum Rathaus, an der Binnenalster vorbei und wieder zurück zum Auto.

Hamburg ist nach wie vor eine Perle. Trotz mehrfacher Empfehlung verpassten wir auch diesmal die Chance uns das Schanzenvirtel anzuschauen oder bei Tim Mälzer etwas zu essen. Schuld war diesmal eine Vollsperrung bei HH Jenfeld, die unseren Zeitplan durchkreuzte. Genausowenig konnten wir uns St. Pauli mit der Reeperbahn ansehen, das Vergnügungs und Partyviertel Hamburgs. Aber dafür war es sowieso noch zu früh. Die Reeperbahn gilt als die sündigste Meile Deutschlands und der Welt, das älteste Rotlichviertel Deutschlands ist allerdings in Nürnberg beheimatet.

Seine Chance verpasste auch der Kultverein Hamburgs, der FC St. Pauli, denn leider spielt er auch in der kommenden Saison weiterhin in der 2. Liga. Da müssen wir wohl noch ein wenig auf das Stadtderby warten. Aus Sicht des HSV ist das natürlich gut, denn er darf weiter in der ersten Liga spielen. Die Fans mussten teils ganz schön zittern, aber ist ja noch einmal gut gegangen. So spielt der HSV weiterhin in der 1. Liga und das schon seit 1919. Einige behaupten sogar der Verein sei unabsteigbar.

Karten billiger

F.C. Hansa Rostock (DKB-Arena)

Grad noch auschecken (bei Etap heißt das einfach gehen), Sachen ins Auto, ein paar Minuten später und schon ist man in Rostock City. Was ein Zirkus dachten wir, als wir am Stadthafen entlanggingen. Doch der Zirkus war kein Zirkus, sondern die Aufbauarbeiten des Rostocker Pfingstmarktes, der jedes Jahr um diese Zeit im Stadthafen stattfindet. Dieses Jahr gibt es dort aber auch einen Zirkus zu bestaunen. Ansonsten war eher wenig Zirkus in Rostock, also wenig los. Alles sehr ruhig in der kleinen Hansestadt, die uns aber garnicht so hanseatisch vorkam, wie wir es uns erhofft hatten. Ich glaube, Rostock hat nur einen Hafen, weil dort Wasser ist, nicht aber weil sie einen Hafen wollen. Das Flair fehlte komplett. Das haben wir vor 4 Jahren in Hamburg und vor 2 Jahren in Wismar und Stralsund ganz anders erlebt. Ja sogar Kiel war um einiges nautischer.

Wir wollten die Stadt schon bitter enttäuscht verlassen, doch zum Glück liefen wir noch einige Hundert Meter durch Rostocks Innenstadt und über den neuen Markt. Wirklich sehr schön dort. Da lohnt sich ein Besuch, wenn man in der Nähe ist.

Nach unserem Stadtbesuch war selbstverständlich das Stadion an der Reihe. Der F.C. Hansa Rostock spielt in der DKB-Arena im westlichen Teil der Stadt. Daran ändert sich auch durch den Abstieg in die dritte Liga nichts. Einziger trost für die Fans dürften die jetzt hoffentlich etwas günstigeren Tickets sein. Dass der Verein aber auch das Zeug für die 1. Bundesliga hat, das hat er schon mehrfach unter Beweis gestellt. Seine wohl erfolgreichste Zeit war zwischen 1996 und 2005.

Und es wird teurer

VfB Stuttgart (Mercedes-Benz Arena)

Zum Glück besserte sich das Wetter während der Fahrt nach Stuttgart. Die Verkehrslage hingegen spitzte sich zu. Wie sollte es anders sein? Mal wieder Stau – der Klassiker A5 und A8. Als wir jedoch in Stuttgart ankamen war zumindest der Berufsverkehr vorbei – wenigstens etwas Gutes hatte die lange Fahrt.

Wie auch schon zuvor war unsere erste Station das Stadion des Bundesligisten der Stadt – die Mercedes Benz Arena, gleich neben der Porsche Arena, ihr wisst schon, beim Mercedes Museum in der Nähe von der Schleier-Halle, naja, Cannstatt halt… Nicht die Wasen, die sind rum, gut für uns, so war es nicht so voll.

Der Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V. wie der Verein offiziell heißt ist mit seinen etwa 44.000 Mitgliedern der achtgrößte Sportverein Deutschlands. Zudem ist die Fußballabteilung äußerst erfolgreich. Seit 1963 spielte der Verein nur 2 mal in der zweiten Liga – zwar nicht unabsteigbar aber trotzdem – jesusmäßig gut, wie’s im Ländle heißt.

Die Badenwürttembergische Landeshauptstadt liegt im sogenannten Stuttgarter Kessel. Das Stadtgebiet erstreckt sich über ca. 207km² Fläche bei einem maximalen Höhenunterschied von 350m. In Stuttgart war es sehr ruhig. Für das berufliche Treiben kamen wir zu spät, für Besuche in Bars und Kneipen war es noch zu früh – um 21:00 Uhr ist in der Königsstraße schon fast alles geschlossen – oder noch, wenn man von den Kneipen spricht. Das Block House gegenüber der Bahnhofsruine unweit der Stuttgart 21 Mahnwache hatte jedoch geöffnet und so bekamen wir noch ein leckeres Abendessen. Geschäftstüchtig sind sie ja die Schwaben. Die Spezi noch nicht ganz leer, da wird schon Nachschub angeboten und in ur-schwäbischer Manier heißt es: „Lieber den Magen verenkt, als dem Wirt etwas geschenkt“ – für unsere Leser aus Hannover mal der Versuch am Hochdeutsch.

Man mag Stuttgart 21 Fan oder Kritiker sein, eines bleibt unbestritten, der Schosspark und der Bahnhof sehen im Moment einfach beschissen aus. Zumindest den Schlosspark versucht man mit planen-behangenen Bauzeunen, Bretterverschlägen und schwarz gekleideter Security-Mannschaft vor neugierigen Blicken und campierenden Demonstranten zu schützen. Ob diese Abschottung der Akzeptanz des Millionengrabs – ehm -Projekts dienlich ist oder nicht, ist fraglich.Von derartigen Bauprojekten unbeeindruckt zeigt sich der Park am Staatstheater.
Er ist ein beliebtes Ausflugsziel frisch verliebter Stuttgarter… sucht euch ein Zimmer!

Wie auch schon in Karlsruhe und Freiburg sowie auf den Autobahnen, Stuttgart ist da keine Ausnahme, eine Baustelle grenzt an die Nächste. Dies kann uns die Laune aber nicht verderben, die stätig steigenden Parkgebühren jedoch schon, sollte sich der Trend fortsetzen. Kostete die Stunde in Karlsruhe noch 1,50 Euro im Parkhaus unterm Schlossplatz, so stieg der Preis in Freiburg auf 1,80 Euro und in Stuttgart letztlich auf den stolzen Preis von 2,50 Euro. Aus Erfahrung wissen wir, dass dies noch lange nicht das Ende der Preisspirale ist. Wir kommen ja noch nach München.

Da der Tag schon lang genug war und es schon auf die 22:00 Uhr zuging entschieden wir uns den Ausflug zum Fernseturm zu streichen und direkt ins Hotel zu fahren.

Gute Nacht!